Mittwoch, 2. Juli 2008

politisches zwischendurch

die atv-nachrichten stoßen bei mir normalerweise nicht auf sympathie, weil sie mir zu boulevardesk in ihrer themenwahl sind, aber heute konnte ich nicht umhin, sie sehr treffend zu finden, als sie ihre berichterstattung über die regierungsbefindlichkeiten (von politik kann keine rede sein) mit der kennmelodie vom fernsehkasperl untermalten. mehr kann man dazu nicht sagen.

Theaternachtrag 2: Alfred Dorfer: Fremd

alfred dorfer, neben lukas resetarits und thomas maurer mein lieblingskabarettist, gastierte im akademietheater, das interessanterweise für den abend die kartenpreise reduzierte, aber auch für mehr als 3 euro wäre ich begeistert dabei gewesen. „fremd“ ist meines erachtens nicht dorfers bestes programm und ich habe ihn ob zahlreicher anspielungen auf den großen nachbarn ein wenig im verdacht, dass „fremd“ eigentlich zur eroberung des deutschen marktes gedacht ist, weswegen ich ihm das recycling einiger älterer pointen großmütig vergebe. schließlich ist das, was da wiederaufgenommen wird, nicht das übelste. und wenn dorfer auch nicht sein bestes programm spielt, dann spielt er immer noch ein sensationell gutes programm, das ich nur wärmstens weiterempfehlen kann. sätze wie „nicht erreichtes zählt, sondern erzähltes reicht“ oder die pauseneinleitung, nachdem auf einer leinwand einiges an bildmaterial zu sehen war, „wenn es von allem und jedem ein Bild gibt, dann hat die vorstellung pause“ klingen noch sehr lange nach.

Theaternachtrag 1: Gehasste Geliebte

gehasste geliebte - briefe zwischen arthur schnitzler und adele sandrock gelesen von elisabeth orth und peter simonischek. eine lesung eines geistreichen briefwechsels, witzig inszeniert, dargeboten von zweien meiner schauspiellieblinge. was will ich mehr?
und eines feministisches lächelns konnte ich mich auch nicht erweheren, wenn der große schnitzler sich selbst entlarvt, wenn er seine adele immer ein wenig machogönnerhaft als dummes mädel abkanzelt, wobei sie durch ihre texte völlig kommentarlos beweist, dass sie ihm an geist und (sprach-)witz um nichts nachsteht.

lesbenfilmtage

bevor ich nachhole, was ich in den letzen 2 1/2 monaten (time flies...) nicht eingetragen habe, mache ich mal werbung für die lesbenfilmtage in der fz-bar in wien, die morgen anfangen und bei freiem eintritt ein recht interessantes programm bieten. ich weiß noch nicht, was ich mir anschauen werde, aber reizvoll finde ich einiges. selber bewerben die barfrauen ihre termine etwas patschert, weswegen sich das genaue programm nicht auf der website findet, sondern nur im juli-newsletter, aber vielleicht ändert sich das ja noch.

Queerbeets bunte Blüten

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tolles foto!
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amanleian - 17. Aug, 02:41

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