Donnerstag, 3. April 2008
Mittwoch, 2. April 2008
Der Gott des Gemetzels
in dem stück geht es darum, dass zwei ehepaare einander treffen um darüber zu diskutieren, dass der sohn des einen paares dem sohn des anderen zwei zähne ausgeschlagen hat. das ist aber nur die rahmenhandlung. es geht um die kommunikation und das verhältnis der paare miteinander und untereinander. da gibt es falsche höflichkeit, versteckte und offene animositäten und aggressionen, wechselnde allianzen. ein bisschen wer hat angst vor virginia woolf á la reza.
das ganze ist meiner meinung nach sehr aus dem leben gegriffen, wiewohl manchmal durchaus ein wenig ins groteske überezeichnet und mir viel sarkastischer ironie gwürzt. jaaaa, es handelt sich um eine komödie mit französischer leichtigkeit. gelacht habe ich viel. die vier darstellerInnen, christiane von poelnitz, maria happel, joachim meyerhoff und roland koch waren alle grandios, aber meyerhoff fand ich am besten. die drei erstgenannten sind ohnehin lieblinge von mir, während ich roland koch zwar auch schon gesehen, aber mir nicht wirklich gemerkt habe, schon gar nicht den namen. das hat sich jetzt geändert. noch nie hab ich jemand so virtuos speiben gesehen wie von poelnitz.
wenn jemand schon ein reza-stück gesehen hat, wird er oder sie sich jetzt denken, "was ist da jetzt neues dran?" und das ist auch ein bisschen das problem des ganzen. ein tolles stück, ohne frage, und ich empfehle es gerne allseits. aber es ist eben nicht "kunst", eher ein abklatsch vom original, wenn auch kein müder. irgendwie fehlt der fokus, der psychologische tiefgang und letztlich auch die schlusspointe. der gott des gemetzels endet irgendwie abrupt im nichts. auch eine aussage, aber nicht das, was die autorin in "kunst" vermochte.
Dienstag, 1. April 2008
eine gans namens lilli
p.s.: nachdem sich k.t.'s blogeintrag nicht direkt verlinken lässt: es ist der vom 29.3. 2008
Montag, 24. März 2008
ich bin eine tarotkarte

You are The Lovers
Motive, power, and action, arising from Inspiration and Impulse.
The Lovers represents intuition and inspiration. Very often a choice needs to be made.
Originally, this card was called just LOVE. And that's actually more apt than "Lovers." Love follows in this sequence of growth and maturity. And, coming after the Emperor, who is about control, it is a radical change in perspective. LOVE is a force that makes you choose and decide for reasons you often can't understand; it makes you surrender control to a higher power. And that is what this card is all about. Finding something or someone who is so much a part of yourself, so perfectly attuned to you and you to them, that you cannot, dare not resist. This card indicates that the you have or will come across a person, career, challenge or thing that you will fall in love with. You will know instinctively that you must have this, even if it means diverging from your chosen path. No matter the difficulties, without it you will never be complete.
What Tarot Card are You?
Take the Test to Find Out.
Montag, 17. März 2008
p.s. zum vorigen eintrag
an dieser stelle knuddle ich mal ganz ganz öffentlich meine lunaren schwestern und die regenbogenhain-mitlisties. schön, dass es euch gibt!
die sache mit dem namen oder leut' gibt's, die gibt's nicht
anlass dafür ist , dass ich mich bei einer yahoo-group namens gartenzauber angemeldet habe. von der listenbesitzerin wurde ich aufgefordert, mich vorzustellen. in diesem begrüßungsmail stellte sie sich auch selbst kurz vor, was ja eine gängige praxis ist, um neuankömmlingen beizubringen, was sich die liste unter einer vorstellung vorstellt, und benutzte dabei auch einen bzw. ihren real life-vornamen. ich dachte mir dabei nicht viel und stellte mich nach dem schema im begrüßungsmail vor, allerdings unter einem nick. die vorstellung selbst war auch nur mittelaussagekräftig, aber ich habe dazu eingeladen, fragen zu stellen.
dass die listies alle per real name miteinander kommunizieren, konnte ich zu diesem zeitpunkt ja nicht wissen, wurde ich doch erst mit dem vorstellungsmail freigeschaltet. prompt kam auch ein freundliches begüßungsmail von einer teilnehmerin, die darin verlangte, ich möge doch meinen richtigen namen angeben. gut, wäre kein problem. danach folgten ein paar mails von anderen, die festhielten (und einander dabei rechtgaben), dass sie sich sicher nicht die mühe machen würden, mich zu begrüßen oder gar willkommen zu heißen, solange ich nicht meinen namen sagen und mich sowie meinen garten nicht ausführlicher vorstellen würde. dabei wurde von mir hauptsächlich in der dritten person gesprochen, was ich überhaupt schräg fand.
ich war da schon etwas angesäuert und habe mir mal näher angeschaut, was die liste mir bietet, bevor ich mir da unnötige mühen mache und festgestellt, dass die auch inhaltlich nicht zu mir passen. von den manieren her sowieso nicht. *naserümpf* also habe ich mich mit einem höflichen mail wieder verabschiedet. dass mir aus dem wald ganz anders zurückgerufen wurde, hat mich nicht gewundert.
gewundert hat mich allerdings, warum die nennung des richtigen namens für mehr authentizität steht. ich habe auch mailinglisten kennengelernt, wo es usus ist, einander mit vornamen anzureden, entweder weil es die liste auf irl-treffen angelegt ist oder, weil ich vermute, manche "echte" vornamen vielleicht authentischer finden als nicks. ich sag dann auch immer brav meinen namen, weil mir das echt wurscht ist, aber wer garantiert, dass es der richtige ist? wer weiß schon, ob ich wirklich heidelinde, edeltraut oder jasmin-jacqueline heiße? und wenn es gewünscht wird, heiß ich dazu noch havlicek oder mitterbauer. was soll's...
erstaunlich, was es alles an tagen gibt...
was den amis nicht alles einfällt!
vielfach aufgezogen
gestern abend war es einfach nur schön. die bachsche johannes-passion gespielt vom concentus musicus wien unter nikolaus harnoncourt mit dem arnold schönberg-chor, michael schade und vielen anderen. dazu tee trinken und ein bisschen die pinsel schwingen. das ist einer der vielen wege zu glückseligkeit...
Samstag, 15. März 2008
kein wunder, dass ich friere...

seit ich das letzte mal berichtet habe, hat sich eine menge getan: die eine einsame iris ist längst abgeblüht und auch die schneeglöckerl beginnen, sich zu verabschieden. dafür erscheinen an den unmöglichsten plätzen primeln in hülle und fülle, jeden tag ein paar neue.

die zwergnarzissen, die ich vorigen herbst gesetzt habe, blühen schon, einige hyazinthen zeigen schon etwas violett und so mancher krokus steht auch in voller blüte. die anderen zwiebelblumen zeigen nach einigen regentagen kräftig blätter.

die fetthennen (sedum) treiben jetzt auch in den beeten schon an, was sich besonders neben neben den hauswurzen sehr fein macht (wenn ich dann endlich mal das verblühte vom vorjahr abschneiden würde auch so richtig *hüstel*). als die voriges jahr zusammengepflanzt habe, habe ich gar nicht daran gedacht, dass ich mir da eine kleine sukkulentenzone errichte, die in sich sehr reizvoll sein könnte.
der marillenbaum hat auch schon kleine rosa knospen und die weiße clematis, die himbeeren und die ribisel treiben auch schon aus. die forsythie steht wegen nachbarlicher sabotage nicht in voller pracht *gnarf*, aber trotz nachbarlicher sabotage in voller blüte *triumphierend schau*.

letzes jahr mussten meine großeltern ihren garten aufgeben. für mich hat das bedeutet, dass ich wie eine irre pflanzen ausgebuddelt habe, drei (kombi-)wagenladungen voll, dann trat mein vater, der autobesitzer und chauffeur, in streik *g*. danach war ich zwei, drei wochen fulltime damit beschäftigt, meine errungenschaften in meinen bis dahin auch nicht gerade unbewachsenen garten zu integrieren. mir hat dieses projekt sehr viel bedeutet, weil mein garten ja von den anderen großeltern ererbt ist und jetzt für mich irgendwie zu beiden familien gehört. außerdem freut sich meine oma wahnsinnig, dass ich so viele von ihren heißgeliebten blumen übernommen habe.
weil ich so vieles um- und neugepflanzt habe, teilweise auch pflanzen, die jahrzehnte am selben fleck gestanden sind und ganz andere boden- und wetterverhältnisse gewohnt sind, ist das heurige gartenjahr für mich besonders aufregend. außerdem ist es mir bei den schätzen meiner oma eine noch größere herzensangelegeheit als bei den anderen, dass sie gedeihen.
langer rede kurzer sinn - bis jetzt schaut es auch gut aus: die fetthennen habe ich schon erwähnt, hortensien und rosen treiben auch schon zart aus und das purpurglöckchen hat auch gut überwintert. die funkien in beet wie topf zeigen schon kleine spitzen.
im vorgarten treibt omas große weiße hortensie auch schon aus sowie ein paar wenige der zig großmütterlichen pfingstrosen. die bergenien werden immer schöner,

genau wie die leberblümchen, die liebsteste mir geschenkt hat, und die sich auch munter ausbreiten. ihr ostergeschenk vom vorjahr, ein viburnum tinus, lässt ein paar neue blätter sprießen. außerdem blüht das letzen sommer arg zerteilte immergrün allenorts und bildet an seinem stammplatz neue ableger. ein paar traubenhyzinthen blühen auch schon. die glyzinien haben kleine blatt- und die berberitzen ansehnliche blütenknospen.
im "waldgarten" steht der ranunkelstrauch ganz kurz vor der blüte, während die kleine kleeoase im "wald" wunderhübsch weiß blüht und mitten im allmächtigen efeu eine kleine filiale bildet, was zuerst einmal mein erstaunen hervorgerufen hat, weil sich mitten im efeu normalerweise keine zarten weißen blümchen finden. ;-)
so bin ich herumgestapft, habe fotographiert, bis der aku, der gestern schon die wohnen&interieur-messe überstehen musste, aufgegeben hat, mir eigentlich gar nichts gedacht die ganze zeit und festgestellt, dass es ziemlich kühl ist. also bin ich ins haus und war ganz alarmiert, das es so still war. ich hatte doch die waschmaschine angeworfen, bevor ich raus bin. ich stürze also in küche, stoßgebete formulierend, dass die guteste nicht schon wieder hin sein möge... war sie auch nicht, sie war nur schon lange fertig. 2 stunden war ich draußen... "geplant" war vielleicht ein viertelstündchen, entsprechend war ich adjustiert. kein wunder, dass mir kalt war. seltsamerweise ist mir das aber erst aufgefallen, als ich mich anschickte, wieder ins haus zu gehen bzw. im geiste eine lange garten-to-do-liste zu komponieren.
Donnerstag, 13. März 2008
bohnenstangen auf diät
inhaltlich entspricht er voll meinen erwartungen, aber die teilnehmerinnen (ja, bezeichnenderweise nur frauen) ganz und gar nicht.
ich hätte mir erwartet, dass die meisten figurmäßig in etwa mein kaliber sind. warum sollte man sonst abnehmen wollen?
denkste! eine rangiert kleidergrößenmäßig schätzungsweise im bereich 34/36 (wenn überhaupt 36) und die meisten anderen haben vielleicht einen kleinen schmwimmreifen oder hüften, aus denen halt nicht die beckenknochen rausstehen. so im bereich idealgewicht + 10 kg.
dazu kommt, dass einige der mädels gerade 19 sind oder vielleicht 22. natürlich gibt's auch ältere, bis hin zur pensionistin. aber diese teenager und anfangstwens schockieren mich. in der vorstellungsrunde erklärten sie alle, ja sie wollen abnehemen und die ganz zarte fand sich wegen falscher ernährung zu schlaff. dass fast alle mindestens zweimal pro woche sport machen, ist auch klar. aber mehr ist doch sicher nötig.
wo sind wir gelandet? als ich in diesem alter war, war ich auch längst jenseits dieser gewichtsproblemchen, aber auch in meinem umfeld war das kein thema, dass man mit ca. größe 40/42 abspecken muss und dass man, wenn man eh schlank ist, vielleicht doch die falsche körperzusammensetzung hat, weswegen man bzw. frau sich unbedingt irgendwie ummodeln muss. da bestand keine panik, dass in einem quasi fettfreien körper zu viel fettanteil sein könnte. und man konnte auch noch essen, ohne sich bei jedem bissen zu überlegen, wie man sich ernährt.
irgendetwas läuft da völlig falsch. ungesundes übergewicht ist das eine, aber die bandbreite des normbereichs das andere, variantenreiche, schöne.
bodecea hat kürzlich eine grandiose tirade zum thema verfasst.
und ich geh inzwischen weiter in den abnehmkurs und fühl mich dort dick. *gnarf*
die post bringt allen was...
... es fragt sich nur wann...
manchmal öffnet eine einfach nur die tür ihrer villa kunterbunt, um lieben besuch zu empfangen, und wird schon rundum überrascht. zum einen hat es über nacht meinen streusplittkübel zerfetzt. weshalb, wird wohl ewig im dunkeln bleiben.
zum anderen fand sich ein etwas malträtiertes dhl-packerl auf den stufen vorm haus, das mein weitwurftrainierter postler wie üblich über zaun und vorgarten geschleudert hat. ebay-abstinent wie ich seit längerer zeit bin, gab's eigentlich keine erklärung für post aus deutschland, der absender sagte mir auch nichts, also flugs hineingeschaut...
.. und siehe da, es geschehen noch zeichen und wunder... am 23.9. hab ich bei ebay drei bücher ersteigert, die die verkäuferin, wie sie mir hoch und heilig versichert hat, auch gleich auf die reise geschickt hat (hat sie auch) und die ich mittlerweile in den rauchfang geschrieben hatte. ich bin aber auch ungeduldig!
jaja, in 80 tagen um die welt, in 5 1/2 monaten von schleswig-holstein nach wien...
Mittwoch, 12. März 2008
das "wiener modell"
gestern habe ich anlässlich des heutigen jahrestages des "anschlusses" im radio gehört, dass die organisierte gewalt gegen jüdinnen und juden schon in der nacht des 11.3., also vor dem einmarsch, begonnen hat und so brutal war, dass es den nazicapos zu viel war, weil es ihnen zu unkontrolliert abgelaufen ist. letztlich haben sie aber das, was da passiert ist, als "wiener modell" in ihre vernichtungsstrategien übernommen.
gendenktage wie den heutigen gibt es ja öfter und ich finde sie auch immer wichtig, weil ich immer der meinung bin, dass man, v.a. wenn man sich gegenwärtige wahlverhalten und die politische wurschtigkeit meiner lieben landsleute anschaut, nicht oft genug darauf hinweisen kann, was in diesem land, das ja so lange opfer war *würg*, alles passiert ist. das alles mit dem hintergrund, dass frau sich ja selber auskennt, sich historisch informiert hat, meterweise literatur zum thema verinnerlicht hat usw. - typisch überheblich halt, wie man halt so tut, wenn frau weiß, was für "die leute" wichtig ist. wenn frau sich bei der meldung, dass sich der hakoah (hochdekorierter jüdischer sportverein in der zwischenkriegszeit) sich wieder im prater (angestammter ort bis 1938) ansiedelt, das sehr fein findet, dann braucht's wohl eine meldung wie die vom "wiener modell", um zu sehen dass so manche gedenktage nicht nur für "die leut" bitter nötig sind, sondern auch für eine selbst.
Montag, 10. März 2008
statt zu kochen,
und es hat sich gelohnt. unglaublich, wie heltau fast drei stunden vorwiegend mit chansons (seine jacques brel-übersetzungen sind eh legendär), aber auch anderen liedern, gesprochenen texten und sogar tanzeinlagen sein publikum in den bann zog. und das nicht wegen seiner bewundernswerten ausdauer - der mann ist in seinen siebzigern -, sondern wegen der virtuosität der darbietung. vom programm her habe ich mir ungefähr das erwartet, was geboten wurde, aber entscheidend ist in diesem fall das "wie". i am what i am (das hatte ich nicht erwartet) habe ich 17 millionen mal in x interpretationen gehört, aber eine gänsehaut hatte ich dabei vorher noch nie. ich weiß nicht, wann ich bei einem konzert das letzte mal so auf den hauptkünstler fixiert war, dass ich die orchestermusikerInnen gar nicht genau studiert habe. ok, der harfenistin habe ich einige blicke geschenkt, aber harfenistinnen ziehen meine aufmerksamkeit immer magisch an. *räusper*. das zählt nicht. gehört habe ich die wiener theatermusiker aber sehr wohl und auch sehr gerne.
da verzeihe ich heltau gerne auch das eine unvermeidliche wienerlied in den zugaben, ich hatte ohnehin mehr von der sorte befürchtet und eins ist gestattet, wenn es sein muss. ;-)
ich bin eine canna
Samstag, 8. März 2008
lachen ist gesund
psychologische auswirkungen hat's auf jeden fall. zumindest ist mir aufgefallen, dass ich mir mittendrunter gedacht habe, dass aber doch besonders viele nette menschen in diesem kurs gelandet sind. das liegt 100%ig daran, dass man einander viel direkt anlacht. ich kenn die ja alle nicht. danach in der garderobe, haben sich die meisten auch verabschiedet. ich kenn das aus anderen usi-kursen, dass man einander am ende des semesters kaum grüßt.
glückskeks
Anderen zu helfen kann dein Leben erfüllen.
da winke ich mal vergnügt lächelnd zu k.t. und denke an unser gestriges zukunftsperspektivengespräch ;-)

