Mittwoch, 13. August 2008

Nachlese: KHM & Albertina oder Arcimboldo, Klee, Kokoschka & Sammlung Batliner

soeben ist mir eingefallen, dass ich über vier ausstellungen, die ich vor gar nicht allzu langer zeit gesehen habe, noch gar nicht berichtet habe, weil irgendwas dazwischengekommen ist.

eine ist die arcimboldo-ausstellung im khm. arcimboldo ist der, der aus früchten, tieren etc. gesichter malt. die ausstellung an sich war nicht uninteressant, wenn auch nicht ganz gelungen. offenbar gibt es von arcimboldo relativ wenige werke, die aber in zahlreichen kopien, von ihm selber oder von seienr werkstatt. die verschiedenen ausgaben desselben bildes zu vergleichen wäre ja nicht unspannend gewesen, aber die hängung der bilder war etwas chaotisch und nicht immer nachvollziehbar. außerdem wurde versucht, die ausstellung durch werke aus arcimboldos zeit, die mit ihm gar nichts zu tun hatten, quantitativ aufzupeppen. das fand ich reichlich erbärmlich. das khm bietet wirklich so viel, da ist eine kleinere sonderausstellung völlig ok, finde ich. meine nase in falten gelegt hat der anblick eines fußballs im schaukasten bei einer ritterrüstung.
arcimboldo ist für mich auf jeden fall ein faszinierender künstler, auch heute noch. am besten gefallen haben mir "der bibliothekar" und "flora" - bitte selber googeln wegen der bildrechte. am bekanntesten sind wohl siene jahreszeitenbilder, die auch im louvre hängen. das khm hat ja leider nicht den ganzen zyklus.

sehr viel auf einmal geboten hat zu einem zeitpunkt die albertina, in die ich schon allein deswegen gerne gehe, weil das haus so geschmackvoll renoviert ist und in meinem ranking von historischen museumsbauten ganz klar vorne liegt. an kunst wurden mir an dem tag, als ich dort war, drei ganz tolle ausstellungen geboten (die links bieten einiges zum anschauen).
die erste war paul klee. formenspiele.. mir war vorher nicht bewusst, wie vielseitig dieser künstler war, und ich war sehr beeindruckt über die unterschiedlichen formen seines ausdrucks. die zweite ausstellung war oskar kokoschka. exil und neue heimat 1934-1980. obwohl mir schon einige bilder gefallen haben, kann ich ja generell mit kokoschka nicht so wahnsinnig viel anfangen, finde es aber höchst faszinieren, wie ungeniert er mit farbe(n) umgeht. das allein lohnte den besuch.

von monet bis picasso. die sammlung batliner heißt die dritte ausstellung, die ich an diesem tag gesehen habe und die offenbar permanent läuft, was mich ein wenig wundert, weil die albertina leider keine dauerausstellung ihrer eigenen sammlung bietet. jedenfalls waren meine begleiterin und ich nach klee und kokoschka trotz picknick zwischendurch schon etwas ermattet und wollten durch die sammlung batliner eigentlich durchrushen, nur bei den wirklich tollen sachen stehen bleiben. das ist uns nur teilweise gelungen, weil fast alle bilder schlicht atemberaubend waren. wir waren ganz gefesselt.
ein besonderes erlebnis für mich war ein akt von rysselberghe, den ich vor jahren einmal in einem museumsshopabverkauf als poster (schätzometrisch ca. a1) gekauft und dann auch eine weile hängen hatte. das original hingegen ist nicht einmal a4 groß. mich hat's richtig gerissen, als ich vor dem bild(chen) gestanden bin. unbeschreiblich, wie sehr das das bild und seine wirkung verändert. müßig zu sagen, dass das original schon einiges mehr flair hatte ;-)

Dienstag, 12. August 2008

TUTANCHAMUN UND DIE WELT DER PHARAONEN

anubis

seit einigen monaten steht anubis vor dem heldentor und bewacht die hofburg - zwischenzeitlich im fußballerdress am ende der fanmeile - mittlerweile wieder würdevoller. grund dafür ist die ausstellung tutanchamun und die welt der pharaonen, die in den heimischen medien heftig beworben wurde. es hieß, es gäbe dort wundersame exponate aus dem grabschatz des pharaos zu bewundern und zwar nicht, wie in der thematisch ähnlich angesiedelten schau in zürich repliken, nein, originale habe man dem ägyptischen nationalmuseum in kairo leihweise abgetrotzt. das rechtfertige auch den eintrittspreis von 18 euronen, von denen die hälfte an das museum in kairo gingen. aber der publikumserfolg war quasi vorprogrammiert, es wurde dazu aufgefordert, sich anzumelden, um nicht stundenlang warten zu müssen.

tut ench amun teddy

nun habe ich im ägyptischen nationalmuseum schon einmal eintritt samt fotogenehmigung bezahlt und war außerdem skeptisch, dass die highlights der tutanchamun-ausstellung monatelang verliehen würden, weswegen es mich nicht wirklich hingezogen hat bisher. heute stand eigentlich eine andere ausstellung am programm, aber miss wichtelmädchen und ich disponierten spontan um, als uns ein italienischer tourist erklärte, das von uns anvisierte museum habe dienstags geschlossen...

tut ench amun christbaumkugeln

grimmig waren wir dabei, alle möglichen eintrittsermäßigungsausweise aus unseren taschen herauszukletzeln, da wurden uns vor der kassa halbpreisgutscheine überreicht, weshalb wir versöhnt nach drei kartenkontrollen um 9 euro die austellung betraten. selbige war eigentlich sehr gut aufgebaut und präsentiert. wenige, aber schöne exponate, interessante infos, wenn auch kaum auf englisch. alles irgendwie über das leben der pharaonen. die tutanchamun-räume waren ans ende der ausstellung verlegt, sozusagen das beste am schluss...

tut ench amun sarkophag

gerade der sogenannte höhepunkt macht das ganze zur mogelpackung. wenn das khm mit der maske und sensationellen preziosen wirbt, dann erwartet mensch auch, die zu sehen. zu bestaunen gab es allerlei schmücker und figuren aus tutanchamuns grab, aber halt nicht das, was man sehen will, was mich - wie gesagt - auch gewundert hätte. sicher fabelhafte exponate, aber im verhältnis recht unspektakulär. auch das wichtelmädchen, das die ausstellung in kairo noch nicht kennt, war etwas enttäuscht

tut ench amun mütze

fazit: hätte ich 18 euronen gelöhnt, hätte ich mich wohl kräftig in den allerwertesten gebissen und auch so empfehle ich interessierten eher die ägyptische sammlung des khm, die nicht nur des schnuckeligen nilpferds wegen wirklich sehenswert(er) ist. und um den eintrittspreis von glaublich 10 euro unermäßigt kann der rest des museums auch besichtigt werden.

tut ench amun monopoly

sehr hingerissen war ich vom shop, der offenbar mit produkten aus dem ägyptischen nationalmuseum bestückt war. als ich damals in kairo war, gab es im dortigen museumsshop quasi nur papyrusprodukte und bleistifte. mittlerweile hat sich das aber gründlich geändert, wie die fotos zeigen. unglaublich, was man aus dem armen tutanchamun alles machen kann - vom teddybären bis zur weihnachtsbaumkugel. wir sind trotz der überteuerten preise dem konsumrausch verfallen, weil wir doch beim eintritt gespart haben. *räusper* katzenliebhaberin wichtelmädchen hat sich einen
taschenspiegel mit bastet drauf gegönnt sowie eine fesche kappe mit "tut"-kartusche. miteinander haben wir uns ein säckchen skarabäusperlen und unsere namen in hieroglyphen ausgedruckt geleistet.

Sonntag, 10. August 2008

schönes gratis 10: zeit mit lieben menschen verbringen

das haben zwar schon einige geschrieben, aber trotzdem muss ich es auch erwähnen, zumal grad die letzte woche in dieser hinsicht einigermaßen betriebsam war

am samstag, als ich vom sommercamp zurückgekommen bin, war ich gleich bei meinen eltern zum abendessen eingeladen. ich war sehr froh, nach der intensiven woche nicht gleich von 100 auf 0 zu kommen und allein daheim zu sein.

am montag besuchte mich das wichtelmädchen und hörte sich mir stierischer geduld stundenlang meine camp-erzählungen aktiv, ausdauernd und mitfreuend an.

vor dem treffen am mittwoch hatte ich ein bisschen bammel. meine eltern hatten meinen taufpaten und sein frau eingeladen. die beiden leben nicht nur in einer komplett anderen welt als ich (gelinde gesagt), mein taufpate hat gelegentlich die angwohnheit, meine grenzen mit karacho niederzurennen und dabei sehr gerührt zu sein über seine güte und die für mich lebensnotwendigen ratschläge, die er mir erteilt. also hab ich mich nicht so ganz auf den abend gefreut, der sich dann aber doch sehr nett gestaltete. ich hab wirklich tränen gelacht.

am donnerstag gab es eine große reunion, d.h. ein freund und eine freundin, die ich seit studienbeginn kenne und mit denen ich früher einges gemeinsam unternommen habe, haben mich besucht. zwar habe ich mit beiden kontakt und die beiden miteinander auch, aber zu dritt haben wir schon jahrelang nichts mehr unternommen, also war das eh schon lang mal wieder fällig und einfach schön.

gestern schließlich war ich bei einem grillabend eingeladen. eine freundin von mir hat sich mit einer arbeitskollegin befreundet, die ein jahr in dänemark studiert hat. nachdem ich auch ein kleines faible für dieses land habe, kam schon vor wochen die idee auf, dass wir, wenn die freundin meiner freundin im august besuch aus dk bekommt, doch gemeinsam etwas unternehmen könnten.

nachdem das wetter gestern schön wurde, als wir beschlossen hatten, nicht auf der donauinsel zu grillen, sondern den abend nach drinnen zu verlegen, konnten wir den einweggrill (bis vorgestern wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt) auf balkonien bei wien mitte anwerfen.

engangsgril

es wurde ein richtig feiner, lustiger abend in drei sprachen bunt durcheinander. ich habe zwei entzückende, interessante, kreative frauen kennengelernt und außerdem den berühmten süddänischen satz vom bach auf der insel, der nur aus vokalen besteht, zum ersten mal live von einer native speakerin gehört.

salat

Freitag, 8. August 2008

schönes gratis 9: lesbenklischees

und gelegentlich leben derselben - oder:
was machen zwei liebesbekümmerte lesben an einem freitag abend? richtig! sie schicken einander youtube-clips von k.d. lang und schmachten.

das bekam ich von gerti als auftakt – doppeltes klischee, aber nichts desto weniger schmacht: I WILL SURVIVE



gerti fand auch diesen hinreißenden kuss:



viva la machismo! - WHAT’S NEW PUSSY CAT?



ohne kommentar, nur mit einem link zu bodecea, die absolut recht hat, mein all time favourite in sachen k.d.: SEXUALITY

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Mittwoch, 6. August 2008

weil grad wahlkampf ist auf der insel der seligen...

wer war das nur, der unbedingt bildung für's gemeine volk allerlei geschlechts und außerdem demokratische mitbestimmung forderte?

das ö1-mittagsjournal hat heute berichtet, dass immer mehr österreicherInnen überschuldet sind und es bei den schuldnerberatungsstellen mittlerweile wartezeiten von sechs monaten gibt. der hauptgrund für die hohen schulden ist nicht mehr wie bisher der konsumrausch auf pump, sondern die gestiegenen lebensmittelkosten. die leute können sich wohnen und lebensmittel nicht mehr leisten. und das bei sinkender arbeitslosigkeit, die sich unser konservativer wirtschaftsminister so jubelnd an die fahnen heftet, ohne dass diese regierung seit ihrem bestehen so etwas ähnliches wie politik gemacht hätte. nur sind die löhne mittlerweile so niedrig, dass damit die lebenshaltungskosten kaum mehr zu bestreiten sind. schließlich sind die lebensmittelpreise laut einer ak-untersuchung bei uns bis zu einem fünftel höher als in deutschland. dem sozialdemokratischen sozialminister ist dazu eingefallen, einmalzahlungen von 100 euro unters volk zu werfen. ist aber eh nicht passiert und sonst auch nix. wahrscheinlich wären die dann auch zu versteuern gewesen, sodass das ganze ein nullsummenspiel geworden wäre, wie die letzte, medial und politisch hochbejubelte pensionserhöhung. dafür wird dann im mittagsjournal noch ausführlich auf die gefahr von internetglücksspiel im zusammenhang mit schulden hingewiesen. wahrscheinlich gibt's sonst von politischer seite ein paar interventionen im öffentlich- rechtlichen radio. gerade im wahlkampf kann das doch nicht sein, dass aufgezeigt wird, dass es in den letzten eineinhalb jahren gar keine und in den sieben jahren davor eine neoliberale regierung gab, wo es nur um das sichern der pfründe und packeleien der beteiligten ging. ich denke nur mal an den skandal im land, als ein schuhgeschäftinhaber in der wiener innenstadt darauf bestand, dass der herr wirtschafts- und arbeitsminister (jaja, personalunion), der auch als industrieller nicht am hungertuch nagen müsste, seine neuen treter auch wirklich bezahlt.
also, wer um 1000-1200 euro im monat seine/ihre kinder durchfüttern will und darunter leidet, dass die preise für luxusgüter wie reis, erdäpfel, eier etc. sich tw. verdoppelt haben im letzten jahr, soll sich vom internetglücksspiel fernhalten. gut so.

immerhin ist unser bildungssystem top. d.h. wir liegen bei der letzten pisa-studie immer noch am hinteren ende der skala, aber wieder vorm großen nachbarn, womit die welt wieder rosarot und das schulsystem nicht mehr reformbedürftig ist.
die studiengebühren haben sich auch bewährt. immerhin konnte ich die verbesserung der unis selber beobachten. seit ein paar jahren gibt es z.b. im unübersichtlichen architektonischen gewirr der wiener hauptuni zahlreiche schilder, die andeuten, dass ein klo in der nähe sein könnte oder welche hörsäle und stiegenhäuser sich im umkreis befinden. das war ja immer schon die misere der unis, dass sie studis die überfüllten vorlesungen nicht gefunden haben oder auf wc-suche verloren gingen.

was der aktuellen regierung ebenfalls zugutegehalten werden muss, ist, dass das gesundheitssystem prima reformiert wurde. zwar sind die meisten krankenkassen (und es gibt deren viele im zwergenstaat) pleite oder knapp davor, aber unter bestimmten kriterien kriegen menschen, die es sich leisten können, eine privatpflegerin anzustellen und anzumelden, staatliche zuschüsse. fast ein jahr war das das einzige ernsthaft diskutierte politsche thema im land und immerhin waren im vorigen wahlkampf ein paar politiker peinlich berührt, als aufflog, dass es in ihren familien schwarz beschäftigte pflegerinnen gab. schuld dran waren zwar die ehefrauen der herren politiker, die ihre ehemänner nicht über die familiären vorgänge informierten. aber diese misere für spitzenverdiener ist jetzt endgültig beseitigt. das halte ich schwarz und blassrosa wirklich zu gute.

ganz tapfer hat im letzten jahr die övp diskutiert, ob wir queers nun heiraten dürfen oder nicht. das ist ein großer fortschritt, da es bisher aus dieser richtung höchstens natürlich nicht diskriminierend gemeinte ekelbekundungen gab. aber bevor nicht geklärt ist, ob wir die standesämter gegebenenfalls durch den vorder- oder hintereingang oder am besten gar nicht betreten dürfen, weil es ein notarieller akt auch tun würde, können wir uns nur wundern, dass dänemark, wo es seit fat 20-jahren queer-ehen gibt, noch nicht untergegangen ist und eine hohe geburtenrate hat, obwohl queer-ehen der normalen, gesunden familie ganz fürchterlich schaden. tatsächliche rechte gäb's eh nicht. wir sollen erstmal die pflichten auf uns nehmen und uns überlegen, ob wir dann noch immer in die christlich-heterosexuelle bastion einbrechen wollen und wagen, etwas zu fordern. ist doch gut so, wo kämen wir denn sonst hin! und unser linksradikalanarchistischer verfassungsgerichtshof hat doch eh schon den 209er aufgehoben. was wollen wir also noch? überhaupt mögen wir viel lieber die x. aufwärmung einer 15-jahre alten debatte, ob der international bekannteste (DAS ist zum schämen!) politker des landes nun schwul ist oder nicht *gähn* prinzipiell ist es mir recht, wenn die beiden sich blau und orange färbelnden braun-parteien munter weiterstreiten. das hat ihnen in der vergangenheit schon geschadet, aber letztlich ist's auch nur ein ausdruck der homophobie im land. juhu!

und bevor mir jetzt noch etwas einfällt, was meine laune trübt, begebe ich mich mental ins auf der binnenlandinsel hochpopuläre biedermeier und gieße meine pflanzen, wasche wäsche, klimpere ein bisschen mit den wimpern und sehe paula wessely als raimundsche allegorie auf die zufriedenheit (vor-)bildlich vor mir. ahoi!

Montag, 4. August 2008

von piefkes und ösis

kürzlich habe ich in einer quizsendung gelernt, dass die deutschen in ö „marmeladinger“ genannt würden. ich kannte bisher nur „piefke“ und davon abgeleitet „piefkineser“ als gängige nachbarnbeschimpfungen. und da heißt es immer, das orf-fernsehen käme seinem bildungsauftrag nicht nach… kürzlich begegnete mir dieses seltsame wort in der praxis, als der im flugzeug vor mir sitzende oberösterreicher seinem sohn nach der landung in köln weithin hörbar verkündete: „so bua, jetzt samma bei die marmeladinger“. – einer der momente, in denen ich weiß, warum ich fremdsprachen gelernt habe. notfalls kann ich meine nationale herkunft verschleiern. *hüstel*
wie dem auch sei, meinen deutschen schwestern am camp sagte der ausdruck „marmeladinger“ auch nichts, aber wikipedia weiß alles und führt die angeblich ostösterreichische bezeichnung auf den ersten weltkrieg zurück, als die deutschen ihre soldaten nur mit billiger marmelade als brotbelag versorgen konnten.
anja warf als rache die bezeichnung „nusser“ für uns ösis in die diskussion, die mir auch nichts sagte. die große suchmaschine spuckt nur einige belege für die existenz des wortes v.a. in süddeutschland aus und wikipedia weiß von nix. in einem frage-forum wird die vermutung geäußert, die bezeichnung ginge auf einen fußballer gleichen namens zurück. so richtig befriedigend finde ich das aber nicht, obwohl sich fußballernamen vermutlich zum ösi-verspotten ganz gut eigneten.
mir ist noch eingefallen, dass es in der genialen sendung „radio gaga“, die in den 80ern oder frühen 90ern auf ö3 lief, eine figur namens nusser (wenn ich die stimme richtig erinnere, war das eberhard forcher) gab, deren name mir immer ein rätsel war. vielleicht hat er sich auf diesen ausdruck bezogen. who knows.


p.s.: bei meiner marmeladinger-suche habe ich irgendwo unterwegs ein posting eines scherzkübels gelesen, der sich wunderte, dass es nicht „konfitüringer“ heißt. nun habe ich als kind auch gelernt, dass unsere nördlichen nachbarInnen zur marmelade konfitüre sagen (natürlich weil sie den unterschied nicht kennen – eh klar), muss dem aber nach zwei sommercamps mit viel leckerer hausgemachter marmelade (und marmelade genannter konfitüre) und sprachproben aus dem ganzen land heftig widersprechen. abgesehen davon, dass in ö kein mensch zur konfitüre konfitüre sagt und das wissen um den unterschied – naja…

Sonntag, 3. August 2008

schönes gratis 8: willkommen sein

ich komme gerade von einem schwesterntreffen im sauerland zurück. und weil es (untertrieben) eine geniale woche mit einem bunten haufen hinreißender frauen war, habe ich die reise, die für mich länger war als für die meisten anderen auch gerne unternommen. einige schwestern haben mir gesagt, dass sie sich freuen, dass ich so weit gefahren bin, um dabei zu sein, und zwei haben mich aktiv unterstützt, damit ich es bequemer habe und die kosten niedrig halten kann. daher geht an dieser stelle mal ein riesengroßes extradanke an schamanca und endlosfaden.

daheim haben sich kaum, dass ich angekommen war, gleich fünf liebe menschen gefreut, dass ich wieder da bin.

es ist einfach schön, sich willkommen zu fühlen!

Freitag, 25. Juli 2008

schönes gratis 7: straßenbahnen mit regenbogenfahne

bim

seit (glaublich) 2001 europride in wien war, weht im juni auf jeder wiener straßenbahn, auch liebevoll bim genannt, neben der wiener auch die regenbogenfahne. queeres herz, was willst du mehr?

wegen der unnötigen fußball-em wurde heuer die regenbogenparade in den juli verlegt und vermutlich auch deswegen die straßenbahnen im juli beflaggt. besser spät als nie und schön sowieso.

Donnerstag, 24. Juli 2008

schönes gratis 6: dachbodenfunde

vorhin habe ich mir mühsam den weg zum dachboden freigekämpft (welch unordentliches wesen wohl in diesem haus wohnen mag, das immer die treppe mit zeux vollräumt...), um etwas dort aufbewahrtes in die wohnung zu holen. bei der gelegenheit hab ich auch gleich in omas umfangreichem handarbeitsfundus herumgestirlt, weil ich gehofft hatte, dort etwas bestimmtes aufzustöbern. das hab ich zwar nicht gefunden, dafür aber ein sehr feines köfferchen zu aufbewahrung von stricknadeln (dafür hab ich nämlich nix gscheites), das nur ein bisschen renoviert werden muss, und - tatataaaaaa!!!!!!!! - omas christbaumschmuck. seit jahren fragen papa und ich uns schon, wo der ist. ich bin so glücklich! erst einmal sind da wirklich schöne stücke dabei und zweitens hab ich, als ich angefangen habe, selber einen weihnachtsbaum aufzustellen, meiner mutter und meiner anderen oma ein ein paar schmuckstücke abgeluchst, weil ich ein bisschen familie und tradion auf meinem baum haben wollte. jetzt hab ich von der väterlichen seite auch was. sonderfreu!

schönes gratis 5: mp3

ich find das so fein, dass mensch heutzutage so einfach musik austauschen kann! ich komm ja noch aus der generation die in jungen jahren stapelweise cassetten überspielt hat bzw. schallplatten auf cassetten überspielt hat.

vorige woche hat eine freundin meinen usb-stick gut bestückt und ich bin gerade dabei, mich in sachen "neue österreicherInnen" weiterzubilden. genial finde ich diesen song "dicke weiber und roulette" samt video von zweitfrau (ohne credits ca. 3:35 min):

Dienstag, 22. Juli 2008

Milano

gerade eben bin ich aus mailand zurückgekommen. wenn ich es irgendwann einmal zustandebringe, mein blog mit einem bilderdienst zu verknüpfen gibt's auch fotos.

jedenfalls habe ich die stadt als sehr spannend und lebendig erlebt, völlig im kontrast zu florenz, wo ich letzen november war und das zwar überirdisch schön ist, was man von mailnd so nicht behaupten kann, aber eigentlich ein als stadt getarntes renaissancemuseum. was mir in mailand dafür irgendwie gefehlt hat, war so eine art stadtseele, irgendwas spezifisches, das es nur dort gibt oder was die stadt ausmacht. also jetzt nicht der dom oder der castello, sondern irgendein besonderes, charakteristisches detail. vielleicht hab ich aber auch eine getrübte wahrnehmung. naja, eine besonderheit waren sicher die einwagigen, uralten straßenbahnen, die die türen noch im fahren aufmachen. die sind sicher charakteristisch, aber zu wenig für die "seele" einer stadt dieser größe.

sehr begeistert war ich von der erwanderung der dachterrasse des doms, die, wie es meine reisegefährtin formulierte, eine eigene kleine stadt ist. außerdem habe ich u.a. einige sehr schöne kirchen und zwei tolle pinakoteken (brera und ambrosiana) kennengelernt. letztere haben laut meinem reiseführer weltruf, aber ich muss zu meiner schande gestehen, zuvor noch nie von ihnen gehört zu haben.
gescheitert bin ich an dem, wofür mailand außer für mode wirklich bekannt ist, nämlich leonardo da vincis "abendmahl". da muss mensch sich nämlich wochen vorher telefonisch anmelden, um mit 24 anderen das meisterwerk für 15 minuten genießen zu dürfen. *naserümpf* abgesehen davon, dass ich so generalstabsmäßige einteilungen nicht mag - woher soll ich als arme touristin das wissen? einfach naiv hinstapfen und karte kaufen wollen, ist da nicht...

ein kleiner trost für entgangene kunstfreuden war die entdeckung eines fabulösen eissalons auf der strecke zwischen u-bahn und leonardo. dort gab es u.a. sicher acht verschiedene sorten schokoeis, von denen wir bei zwei besuchen fünf gekostet haben und von denen eine köstlicher war als die andere. weitere kulinarische neuentdeckungen dieser reise, waren chips mit salbei- und rosmaringeschmack sowie geräucherter thunfisch.

Queerbeets bunte Blüten

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