Mittwoch, 19. August 2009

Rums und schepper

um ca. 1/4 4 vor meinem schlafzimmerfenster. nach einer weile bin ich etwas echauffiert hinausgestürmt, um zu sehen, wie ein bagger auf die gstettn bei mir gegenüber fährt. sobald ich eines menschen ansichtig wurde, habe ich gefragt, was da vor sich geht. antwort: "mir stön an bagger her. des sengan s' eh."
ich: "und warum mitten in der nacht mit solchem getöse?"
da hieß es: "des is hoit wien" und es sei nur von 0-5 uhr erlaubt, solche fahrzeuge zu transportieren und er habe die gesetze nicht gemacht. "stön s' erna vur, mir fohrn damit togsüber auf da tangentn." (süd-ost-tangente vulgo a23 = autobahn mit staugarantie).
*gnarf*

ich hoffe, dass es nicht um 7 mit einer baustelle losgeht...

edit: wann es losgegangen ist, weiß ich nicht. jedenfalls hat es mich nicht geweckt. aber der bagger macht genau das, was ich befürchtet habe: schräg vis-á-vis von meiner villa kunterbunt steht (respektive stand) ein ruinöses haus. ich glaub, das war schon in meinen kindertagen abbruchsreif. in einer fernsehsendung wurde es sogar einmal als schandfleck im bezirk gebranntmarkt. mir gefielen aber erstens die fensterrahmen und außerdem war es ein kleiner kontrapunkt in der spießigen stadtrandidylle - besonders seit vor ein paar jahren (auf kosten der anrainerInnen) in meiner straße ein gehsteig errichtet wurde, der das ganze agatha-christie-flair, wie frau wichtelmädchen es nannte, zerstörte, einigen alten linden das leben kostete und der straße so einen 0815 geschniegelten spießbürgerlook verlieh. *tiefseufz*
die schnuckelige ruine ist geschichte, die leute regen sich auf, weil ihre autos staubig werden und ich hab in der nächsten zeit dann wahrscheinlich wieder eine baustelle vor der tür und danach pastellene oder schönbrunnergelbe reihenhäuser vor der nase...

Donnerstag, 9. April 2009

ein trauriger anlass, wieder mein blog zu aktivieren...

elfriede gerstl ist heute gestorben. für mich eine ganz große sprachkünstlerin - berührend, kritisch, witzig, genial und ewig verkannt, weil nicht gefällig und leicht verdaulich. außerdem hat sie sich nicht für die medien zum affen gemacht.

die zweite große elfriede schreibt: "Ihre schwerelosen, wunderbar leichten Gedichte, haben mir immer wieder gezeigt, dass das Leichte für mich, für viele, zu schwer ist. Und das bei diesem Schicksal!" Mit diesen Worten reagierte Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek in einem E-Mail auf Anfrage der APA auf den Tod von Elfriede Gerstl. "Diese zarte kleine Person, die immer im Hellen herumgelaufen ist und so hell und witzig geschrieben hat, hat das Dunkelste erlebt, ohne je selbst verdunkelt gewesen zu sein in ihrem Wesen und Schreiben. Das ist für mich immer das Unbegreiflichste gewesen, ein Wunder." (zitiert aus dem online kurier)

hier gibt es neben zwei interessanten gerstl-wahrnehmungen auch werkproben.

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Weihnachten wortreich zusammengefasst

vielleicht bin ich etwas spät dran, um von meinen weihnachten zu erzählen, aber de facto habe ich von 21. bis 30.12. gefeiert und komme erst jetzt dazu. übrigens mag ich den namen weihnachten sehr gerne und habe geschmunzelt, als ich janas gedanken dazu gelesen habe. "jul" ist aber für mich auch absolut ok. in den skandinavischen ländern heißt das schlicht und ergreifend weihnachten, womit sich der kreis wieder schließt.

vorweihnachtszeit

für mich ist jul ein lichterfest, das für mich insofern bedeutung hat, als ich die dunkle zeit nicht wirklich gerne mag und jedes jahr aufatme, wenn es wieder heller wird. dementsprechend halte ich auch wenig von der "besinnlichkeit", die überall proklamiert wird und nirgends stattfindet, weil weihnachten für mich ein buntes, fröhliches fest ist, wo man liebe menschen trifft, geschenke macht, geschenke bekommt und schöne zeit verbringt. auch aus christlicher sicht verstehe ich den den besinnlichkeitswahn nicht. jesus ist vermutlich das einzige baby, dessen geburt nicht richtig freudig gefeiert werden soll. aber das geht mich erfreulicherweise nichts an. ;-)

ich mag die vielen beleuchtungen und glitzerigkeiten, die sich in der stadt und in den häusern in der vorweihnachtszeit so finden. geschenketechnisch habe ich heuer wie auch voriges jahr das meiste selbst gemacht bzw. im internet geordert, weswegen ich mich den shoppenden menschenmassen weitestgehend entzogen und nur das an weihnachtlichem genossen habe, was ich wirklich mag. was ich heuer weitestgehend ausgelassen habe, waren die zahlreichen weihnachtsmärkte, die wien zu bieten hat und die auch alle sehenswert sind, aber jedes jahr dasselbe bieten. also kann mensch ruhig einmal ein jahr auslassen. nur auf der freyung und am hof war ich heuer, wobei ich letzere location besonders gerne mag, weil sie so etwas urtümliches und nicht so "aufgemascherlt" daherkommt wie die anderen märkte. und natürlich musste ich unbedingt ins looshaus, aber dieser markt war auch neu und hat mir sehr gut gefallen. geboten wurde originelles kunsthandwerk, das ganze war indoors im keller vom looshaus, also schön warm, und punsch gab's auch keinen. das fand ich sehr angenehm. jetzt bleibt nur zu hoffen, dass sich dort nicht wie am spittelberg und am karlsplatz, den beiden anderen kunsthandwerksmärkten, der stillstand einschleicht und jedes jahr genau das gleiche geboten wird.

weihnachten

gut heidnisch hat weihnachten für mich am 21.12. mit dem wichtelchat einer lieben mailingliste begonnen. ich war dieses jahr das erste mal beim chat dabei und fand es sehr lustig und einen schönen auftakt. am 22.12. kam dann am frühen nachmittag frau wichtelmädchen und nach einem gemeinsamen einkauf, wo uns nicht nur eine frau einen euro fürs wagerl schenkte, sondern wir am weg auch einen wunderschönen regenbogen sahen. einen, der sich wirklich als voller bogen über den horizont spannte (leider war kein fotoapparat dabei). daheim schmückten wir den baum und frau wichtelmädchen bereitete ein köstliches weihnachtsmenü. nach dem essen gab es dann flötenspiel (frau wm), falschen gesang (ich) und bescherung.
am nachmittag des 23. holte mein brüderlein mich und eine noch ungeschmückte tanne ab und chauffierte uns zu den großeltern, wo wir den baum aufstellten und schmückten, worüber sich oma und opa nach anfänglicher skepsis auch freuten. oma, die uns die fähigkeit des baumschmückens nicht zugetraut hatte (meine mutter: "des is ja ka lehrberuf."), strahlte nachher mehr als der baum selber ;-)
abens traf ich dann noch k.t., die derzeit in wien urlaubt, in unserem stammcafé auf einen vierstündigen kurzplausch, sozusagen als briefing für unseren gemeinsamen sonntag. ich hab mich wahnsinnig gefreut, sie vor weihnachten noch zu sehen.
am 24. um die mittagszeit erschien miss dragdivabutch in meiner bescheidenen hütte, freute sich wahnsinnig über den baum und verzieh mir großmütig, dass ihr hauptweihnachtsgeschenk noch nicht fertig war bzw. ist. am nachmittag pilgerte ich zu meinen eltern in den anderen tansdanubischen hieb jausnen und quartierte mich gleich bis zum 27. ein. ;-) am abend ging's dann mit bruder und eltern zu den großeltern zur bescherung. das alles verlief harmonisch und gutgelaunt. alle freuten sich über ihre geschenke und meine oma, die gesundheitlich nicht ganz auf der höh ist, war gut drauf und hielt den abend auch gut durch.
am 25. ging's dann zur kleinen, dafür aber feinen verwandtschaft aufs land, worauf ich mich sehr gefreut hatte, weil die wirklich alle miteinander ganz liebe menschen sind. wir sehen einander nicht oft, dafür ist's aber wirklich immer fein. der 26. war dann der tochter-eltern-kommunikation gewidmet, was ich ebenfalls sehr genossen habe. abends gab's dann das traditionelle steakessen, zu dem auch mein bruder erschien und am 27. bin ich dann wieder heimgefahren.
der 28. war zur gänze k.t. gewidmet. ich liebe unsere talkmarathon-sonntage in meiner küche, die allerdings immer zu kurz sind. am 29. habe ich gar nichts gemacht und auch nicht kommuniziert, was mir auch gut getan hat, und am 30. gab's ein treffen mit meinen "literaturfrauen" in einem lokal in der stadt. zwar haben wir schon lange nichts mehr gemeinsam gelesen, weil wir uns immer so viel zu erzählen haben, aber das ist ja auch eine feine sache. gestern haben wir nicht nur weihnachten gefeiert, sondern auch den 50er einer aus der runde, die gerade beruflich nach jahrelangen kämpfen so richtig neu durchstartet (und das im ausland), was natürlich besonderen anlass zu freude gibt. ich war total gerührt, wie herzlich ich zu meinem studienabschluss beglückwünscht wurde. bei der schilderung meiner bürokratischen odyssee am weg zum titel hat eine tatsächlich eine gänsehaut gekriegt, was ich sehr süß fand. ;-)
der abend ist dann noch bei meiner virenschleuderkollegin miss dragdivabutch und einer kanne vanilletee ausgeklungen. hab ich schon einmal erwähnt, wie fein ich es finde, dass eine meiner lieblingsfreundinnen jetzt so halbwegs in meiner nähe wohnt? ;-)) und weil alles rund um weihnachten so wohlig und idyllisch verlaufen ist, bekam ich schön passend als blumigen schlusspunkt für dieses fest von miss ddb eine violette hyazinthe zum neuen jahr geschenkt, das jetzt gerne kommen darf ;-)

schönes gratis 17: leute entgeistern

... und wenn es nur so harmlos verläuft wie gestern:

ich hab in einem großsupermarkt mitten in der stoßzeit nur ein sackerl schokoglücksbringer gekauft, worauf die frau mit dem lebensmittelturm im wagerl, die mich in der kassenschlange vorgelassen hat, total perplex war und 2x völlig ungläubig nachgefragt hat, ob ich wirklich nur den einen artikel habe.

Freitag, 28. November 2008

müde, geschlaucht, glücklich und ziemlich gerührt

bin ich heute. müde, weil ich letzte nacht kaum geschlafen habe. geschlaucht, weil ich den ganzen tag auf achse war. glücklich, weil ich heute mein studium abgeschlossen und die dafür nötige prüfung überstanden habe. gerührt und ein wenig beschämt, weil ich sooo toll gefeiert wurde.

angefangen hat's gleich nach der prüfung. frau wichtelmädchen hat mich abgeholt und mir eine zauberhafte gelb-rote, wunderbar duftende rose sowie ein sonderfeines geschenk überreicht und mich dann am neben der uni befindlichen christkindlmarkt zu langos und pommes frites eingeladen, was mich wieder ein wenig geerdet hat.

dann bin ich schnell heimgedüst, wo ich ca. 20 minuten war, von denen ich ein paar mit meiner oma telefoniert habe, und trotzdem hat mich eine freundin erreicht, die wissen wollte, wie es mir ergangen ist. ich musste sie leider gleich "abwürgen", weil ich in eile war, aber gefreut habe ich mich trotzdem.

und dann begann das große abenteuer... *g*
bereits am sonntag erklärte mir miss dragdivabutch, dass ich heute abend eine verabredung mit ihr habe. aber sie wollte mir nicht verraten, was wir unternehmen. heute wurde mir mitgeteilt, dass ich sie um 18.00 uhr in der nähe ihres arbeitsplatzes treffen soll, wo sie mich in eine konditorei auf eine tasse tee statt sekt (weil mir das entschieden lieber ist) eingeladen hat. nach ein bisschen plaudern erzählte sie mir, dass sie tagelang ihr gesamtes umfeld gequält hat, um herauszufinden, wo sie heute mit mir hingehen soll. ihre liebsteste soll gestern bis zum einschlafen genervt worden sein und ab dem aufwachen heute morgen gleich wieder. es mag sein, dass nicht alle am lokalfindungsprozess beteiligen meiner meinung sind, aber ich finde das total süß. ;-))) letztlich hat sie sich für 4 restaurants entschieden und auch gecheckt, ob noch tische zu haben sind, verwunderlicherweise ein riskanter faktor. ich durfte mir dann eines aussuchen und ich wählte das pinong in der seidengasse (der werbung wegen angemerkt). daraufhin verschwand miss dragdivabutch geheimnisvoll, um einen tisch zu reservieren und brauchte dafür unerklärlich lange...
wir begaben uns also in besagtes pinong, ein kleines, feines und hübsches thai-lokal. kaum hatten wir die speisekarten aufgeschlagen, erschienen perfekt getimed und praktisch gleichzeitig die liebsteste von miss dragdivabutch und frau wichtelmädchen als überraschungsgästinnen. ich war ganz hin und weg und hab gar nicht gewusst, ob ich mich einfach nur freue und genieße oder ob ich im boden versinke, habe mich aber für ersteres entschieden. das essen war ein einziger genuss und die gesellschaft sowieso. anschließend waren wir noch bei miss "dragdivafemme" eingeladen, die in der nähe wohnt, um den abend ausklingen zu lassen.

Dienstag, 25. November 2008

katastrophentag

1. lösche ich meinen internetzugang, indem ich mich über die tastaur beuge (einen kugelschreiber suchend), während die einwählmaske offen ist, und muss bei der telekom anrufen (vorher wegen der telefonnummer bei meinen eltern), weil ich natürlich keine ahnung habe, wie die 100-stellige nummer lautet, die mein benutzername ist. kein riesenmalheur, aber lästig.

2. erfahre ich, dass das formular, das ich zwecks ort- und zeitfestlegung meiner diplomprüfung (übermorgen) bis spätestens zwei wochen vor der prüfung ans studienservicecenter, wie das prüfungsreferat jetzt neuerdings heißt, faxen musste und auch gefaxt habe, dort nicht angekommen ist (vulgo verschlampt wurde). glücklicherweise hat der vorsitzende meiner prüfungskommission mitgedacht und moniert, dass er noch kein protokollfomular bekommen hat. erfreulicherweise hat sich auch das geklärt *sicherheitshalber auf holz klopf*.

3. ist meine prüfung wie gesagt übermorgen und ich noch lange nicht durch den lernstoff durch.

4. eine weitere katastrophe ist das eben erschienene buch, der wackeren f-lerin barbara rosenkranz zum thema gendermainstreaming und gendertheorien. jedenfalls hat mir dieser artikel
darüber in dieStandard (danke miss dragdivabutch!) einen veritablen lachkrampf beschert, weil "menschIn" über so viel absurdität einfach nur lachen kann...

liebe frau rosenkranz,
schrecken sie sich ruhig!
ja, ich will den geschlechtslosen menschen in der öffentlichen sphäre.
ja, ich will die heterosexualität abschaffen, dann lässt sich auch die ach so schreckliche homosexualität eliminieren und der menschInnenheit ist dann einfach ihre sexualität gegönnt.
nein, ich will die zweigeschlechtlichkeit des menschen nicht abschaffen (da bin ich doch ganz bei ihnen, oder?), weil's die eh noch nie gegeben hat.
und außerdem bin ich, wenn wir schon so gerne labeln, mit freuden von perversionen wie homosexualität "betroffen". yeah!

Mittwoch, 19. November 2008

schönes gratis 16: vom topfenkäse - dialekte & regionale eigenheiten

ich hab schlicht und ergreifend große freude daran, mir unterschiedliche dialekte und ihre eigentümlichkeiten anzuhören und zu vergleichen. damit geht für mich auch eine gewisse faszination für regionale eigenheiten aus anderen bereichen einher. manches finde ich sehr eigenartig, wie etwa den oberö "hümmmmmi" (himmel), der einer derzeit dauernd aus dem werbefernsehen entgegenschallt, das meiste aber total entzückend.

der aktuelle anlass - klein, aber fein - für diesen beitrag ist der "topfenkäse", den meine aus dem mostviertel (niederö) stammende ex-liebsteste letzthin für mich zubereitet hat. nun hab ich dieses wort schon öfter aus ihrem wunderschön gepflegtes hochdeutsch sprechenden mund vernommen und es bislang für eine ex-liebstesten-familieninterne bezeichnung für eine pikante topfensauce oder einen topfenaufstrich - ach ja, topfen ist österr. für quark - gehalten. weit gefehlt!
frau meisterköchin (nicht ironisch gemeint!) bat mich nämlich, "topfenkäse" zu googeln, da sie sich über das ideale mischverhältnis von topfen und joghurt im unklaren war. das ist übrigens ein sinnloses unterfangen, da offenbar jedeR dieses gericht komplett anders macht. jedenfalls war der erste link, auf den ich gestoßen bin, dieser hier, aus dem hervorgeht, dass topfenkäse offenbar eine nö spezialität ist, deren bekanntheit exakt an den wiener grenzen halt macht, wie die karte zeigt: wien ist der weiße klecks in der blauen fläche (nö). wohl machen wir wienerinnen auch allerlei saucen und aufstriche, indem wir topfen mit anderen milchprodukten abrühren und irgendwie würzen - das macht mensch sicher überall -, aber wir haben keinen namen dafür und obwohl ich en stadtrandkind bin, ist mir das wort völlig fremd.

was mich besonders entzückt, ist die auf dieser website vorgeschlagene aussprache "dopfakas", v.a. das a nach dem pf ist für eine wienerin sehr lustig und typisch "gschert". ex-liebsteste bestätigte die aussprachevariante mit muttersprachlicher kompetenz, indem sie meinte: "ja, unbedingt. mit weichem d, a und einem ordentlichen pf".
und ich ergänze nach gehör, um das klangbild abzurunden: das o ist auch noch lang (wie in "ofen").

ups!

jetzt hat es mich auch erwischt, das stöckchen, und zwar hat selket es nach mir geworfen:

Der Werfer/die Werferin postet acht zufällige Dinge über sich selbst,
· wirft das Stöckchen an acht Leute weiter,
· die ebenfalls acht Dinge über sich selbst posten
· und es weiter werfen.

1. ich zittere, dass es bis übernächstes wochenende nicht friert, weil ich bis dahin keine zeit habe, die frostempfindlichen planzen, die noch draußen stehen, einzuwintern
2. ich liebe ö1 und fange viele gesprächsthemen mit "ich habe im radio gehört, dass..." an
3. ich bin ein cola light-junkie
4. ich habe am montag zum ersten mal lila erdäpfel gegessen
5. ich sammle (ohne ehrgeiz, aber doch) verschiedene minzen
6. ich schreibe gerne mit füllfeder
7. ich habe noch nie meine haare gefärbt
8. ich finde nicht wirklich zugang zum magischen gebrauch von runen

nachdem ich nicht weiß, wer das stöckchen noch nicht hatte, möge es fangen, wer möchte

warteschleifenmusik

seit heute hab ich eine diesbezügliche favoritin: "we are the world" in einer extrakitschigen schmalzversion version panflöteimitierendem keyboard (schätz ich mal). und das alles bei der wiener gebietskrankenkasse, was ich ob der songwahl recht erheiternd finde.

Samstag, 15. November 2008

obama

jetzt muss ich zu diesem thema doch auch noch senfen. die bärin hat auf ihrem blog einen link zu einem interview, in dem ein gewisser webster tarpley, der historiker ist, aber nicht geschichte studiert hat, die welt darüber informiert, dass hinter obama ein fieser typ steht (name ist mir entfallen), der den dritten weltkrig plant (oder eher schon beschlossen hat), indem er china und russland unter beteiligung einer menge krisenherde dieser welt gegeneinander ausspielt. ich vereinfache jetzt grob. als bekennender krimifan mag ich auch diese weltverschwörungstheorien, in denen sich immer alles einfach, präzise, lückenlos und schlüssig erklären lässt, eines zum anderen führt und unausweichlich in der totalkatastrophe endet. vermutlich, weil die chinesischen und russischen geheimdienste tarpleys bücher nicht lesen und youtube nicht kennen und deswegen keine ahnung haben, wie sie manipuliert werden. wobei, wenn ich es so recht überlege, putin wird seit einem jahr oder so auch imer usa-feindlicher...

als ich den link angeklickt habe, war ich aber noch ganz aufgeregt, weil ich mir gedacht habe, ich werde endlich darüber informiert, wer hinter obama steht. der orf, stressbedingt zur zeit mein einziges infomedium, versteht unter auslands-politischem journalismus ja bekanntlich zusammenzufassen, was auf cnn & co läuft, aber ja nichts zu hinterfragen. so wurde in der us-wahlberichterstattung in jeder nachrichtensendung eine andere fantastilliardensumme genannt, die obamas wahlkampf gekostet hat und dass so viele kleine leute in hoffnung auf ein bessres leben etwas gegeben haben und wenn es nur 5 dollar waren. die übliche spendenromantik halt. aber mich interessiert seither schon brennend, wer die milliarden wirklich aufgebracht hat.

und so nebenbei bin ich manchmal eine sehr altmodische feministin und denke an die uralterkenntnis zurück, dass, bevor eine frau an die macht kommt, eine patriarchale gesellschaft noch eher ihren rassismus (kurzfristig) überwindet. - nur so nebenbei.

natürlich freu ich mich, dass nicht mccain gewonnen hat. aber ob obamas sieg eine gute sache ist oder das ganze eine wahl zwischen pest und cholera war - keine ahnung.
wer obama außer der personifikation des amerikanischen traums ist und wofür er wirklich steht, hab ich noch nicht gehört. und hagiographische berichterstattung über einen politker, noch dazu den weltweit mächtigsten, ist mir grundsätzlich zuwider. dass einer ein guter redner ist und in seiner kampagne keine fehler macht, spricht noch nicht für ihn, nur für seine spindoktoren und pr-leute.

was heißt "change"? nichts.
und "yes, we can" heißt imho genau dasselbe. eine freundin von mir fühlte sich dabei an eine parole von bob dem baumeister erinnert. ich dachte spontan an den satirischen roman "abenteuer einer künstlichen frau" von thomas berger, in dem die titelfigur mit dem slogan "alles wird gut" als einzigem programmpunkt präsidentin der usa wird.

das spricht alles nicht gegen obama, sondern eher gegen die medien, aber wir werden voll der hoffnung, die der designierte us-präsident der welt bekanntlich gibt, sehen, wie es weitergeht.

Montag, 10. November 2008

kann mir bitte jemand erklären,

warum dieser teil einer comedyshow im orf



dazu führt, dass einem mitarbeiter der künstler in kärnten die autoreifen aufgestochen werden und politisch hinterbliebene vom jörgler ein auftrittsverbot für stermann & grissemann in klagenfurt erwirken wollen?

soll ich mich jetzt giften über das demokratie- und kunstverständnis des bzö und der fpö, das zu haiders lebzeiten auch kein anderes hatte und damit eh immer schon so war, weswegen ich schon seit meiner teenagerzeit zu diesem thema gift und galle spucke? oder soll ich angst haben, weil diese partei auch mit im nationalrat vertreten ist und zwar mit plitikerInnen, die augenscheinlich auch nicht intelligenter sind als die kärntner fraktion, die nich erkennt, dass es sich nicht um pietätlose verarschung eines soeben verstorbenen handelt (womit ich in diesem fall auch gut leben könnte *hüstel*), sondern um kabarettistische aufarbeitung der diversen pathos- und tränentriefenden trauerinszenierungen, mit denen mensch in den letzten wochen so beglückt wurde?

ich wollte eigentlich nichts schreiben zu haiders tod. er ist gestorben wie er gelebt hat - in gnadenloser selbstüberschätzung. und ich kann den verlust verschmerzen. ich bin nur froh, dass diese wahnsinnsfahrt keine weiteren opfer gefordert hat. und ich bin eigentlich kein fan von stermann & grissemann, aber ich fordere derartige satiren in gehäuftem maße zu den besten sendeplätzen ein. nach den ganzen schleimscheißereien brauch ich das dringend für mein politisches seelenheil, gerne mit demselben taktgefühl und der noblen wertschätzung der integrität anderer menschen, für die der teure verstorbene so berühmt war.

Sonntag, 9. November 2008

NACH 1970 - ÖSTERREICHISCHE KUNST AUS DER ALBERTINA

es ist schon ein weilchen her, dass ich dort war, aber heute wurde ich daran erinnert, dass ich noch nicht darüber berichtet habe. die albertina hat nämlich ihre ausstellungsfläche verdoppelt und die neu adaptierten räumlichkeiten (ich finde die beleuchtung recht beeindruckend) mit österreichischer kunst der letzten 40 jahre aus der eigenen sammlung bestückt. das ergebnis ist ein who is who der österreichischen kunst und äußerst sehenswert, obwohl mir vieles auch nicht gefallen hat. also wer zu vangogh geht, sollte diese ausstellung miteinplanen.
mein großer kritikpunkt an der ausstellung wie wohl auch an der sammlungspolitik der albertina ist die männerlastigkeit, die für diesen zeitraum nicht zu rechtfertigen ist. nur 6 frauen unter 33 künstlerInnen ist eine schande.
besonders gefreut habe ich mich, einige arbeiten von adriana czernin wiederzusehen, die ich vor ein paar jahren eh in der albertina entdeckt habe, wiederzusehen. zwischen ihren zeichnungen und mir hat's einfach gefunkt. *g* - ach ja, da fällt mir ein, dass sie damals in einer ausstellung zu sehen waren, die "7 österreichische künstlerinnen" osä. hieß und in einem minikleinen raum untergebracht war. warum jetzt auf 2000 m2 nur 6 frauen platz haben, bleibt ein rätsel...

schade finde ich auch, dass es im shop außer dem katalog nichts zu dieser ausstellung gab, nicht einmal von czernin, die das plakat-testimonial stellt. dabei hätte ich ja nur gerne eine postkarte gehabt!

Mittwoch, 5. November 2008

schönes gratis 15: schafe

in der gasse, in der ich wohne, gibt es einen bauernhof, auf dem manchmal ein paar schafe (in veränderlicher anzahl) wohnen. an denen geh ich immer vorbei, wenn ich einkaufen gehe. heute waren es zwei. ich mag das, wenn sie da sind und mich manchmal sogar anblöken, auch wenn ich gegen den vorschlag meiner ex-liebstesten nicht zurückblöke, weil ich ja nicht schäfisch kann und nicht unfreundlich sein will.

vor einiger zeit habe ich, als ich vom einkaufen zurückgekommen bin, ein blöken auf der falschen straßenseite gehört. irritiert habe ich mich umgeschaut und gesehen, dass da ein mann stand, der quer über die straße die schafe anblökte - für menschliche ohren sehr originalgetreu. das tat er so lange, bis die schafe - damals waren es ca. 7 oder 8 - zum zaun kamen und auch zu blöken begannen. dann ging er zu ihnen hinüber und sagte: "naaa, es stinkerten viecher, i streichl eich net!"

just do it!

ich höre gerade eine radiosendung über ida pfeiffer, die weltreisende aus dem biedermeier. da wurde berichtet, dass sie für eine reiseetappe reiten können musste und vorher gefragt wurde, ob sie das könne, und sie hat es bejaht. auf der reise hat sie es dann gelernt, ist vom pferd gefallen, ihre männlichen reisegefährten haben auch nicht unbedingt rücksicht genommen.
diese haltung sollte frau sich und ich mir gelegentlich hinter die ohren schreiben.

Queerbeets bunte Blüten

Life is not a problem to be solved but a mystery to be lived.


wm6

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